Beginn und Ende des Versicherungsschutzes

Beginn des Versicherungsschutzes


Das Versicherungsverhältnis beginnt mit dem Vertragsabschluss. Der Versicherungsschutz besteht von dem im Versicherungsschein bezeichneten Zeitpunkt an, jedoch nicht vor Vertragsabschluss und Ablauf der Wartezeiten

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Kündigung durch den Versicherungsnehmer


Der Versicherungsnehmer kann das Versicherungsverhältnis kündigen, und zwar mit einer Frist von drei Monaten nur zum Ende des ersten Jahres oder jedes darauf folgenden Jahres. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Vertragsverhältnis für eine Dauer von mehr als einem Jahr eingegangen wurde.

Der Termin, zu dem die Kündigung vom Versicherungsnehmer ausgesprochen werden kann, ist bei den einzelnen Versicherern unterschiedlich geregelt. Das Ende der Versicherungsperiode entspricht bei vielen Versicherern dem Ende des Kalenderjahres; andere stellen auf das ursprüngliche Versicherungsjahr ab, das von dem Tag an zu rechnen ist, an dem der Versicherungsvertrag begonnen hat.

Um eine fristgerechte Kündigung auszusprechen, müssen Sie u. U. sowohl die Antragsdurchschrift, den Versicherungsschein als auch die Bedingungen überprüfen, um den tatsächlichen Vertragsablauftermin feststellen zu können. Es könnte eine Abweichung von der Definition des Versicherungsjahres vorliegen; am Markt existieren Angebote, bei denen das Versicherungsjahr auf den Zeitraum vom 01.07. eines Jahres bis zum 30.06. des Folgejahres festgelegt wird.

Einige Versicherungsunternehmen legen in der Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung eine unterschiedlich lange Vertragsdauer längstens bis zu drei Jahren ab Vertragsbeginn zugrunde, so dass frühestens zum Ablauf dieser festen Vertragsdauer die Kündigung ausgesprochen werden kann.

Der Vertrag verlängert sich stillschweigend um je ein Jahr, sofern der Versicherungsnehmer ihn nicht drei Monate vor dem jeweiligen Ablauf schriftlich kündigt.

Der Versicherungsnehmer kann in folgenden Fällen außerordentlich kündigen:

  • versicherungspflichtig Wenn er durch Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung versicherungspflichtig wird,
  • Beitragsanpassungen bei Beitragsanpassungen
  • Verminderung bei Verminderung der Leistungen z. B. bei Erhöhung des Selbstbehalts.

Der Vertrag kann dann innerhalb eines Monats nach Zugang der Änderungsmitteilung zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens gekündigt werden.

Die Kündigung kann auf einzelne versicherte Personen oder Tarife beschränkt werden. Dem Versicherer steht für diesen Fall kein Gegenkündigungsrecht zu. Ein Gegenkündigungsrecht steht aber dem Versicherungsnehmer zu, wenn der Versicherer die Anfechtung, den Rücktritt oder die Kündigung nur für einzelne versicherte Personen oder Tarife erklärt.

In § 178h Abs. 3 VVG ist geregelt, dass bei einer altersbedingten Umtarifierung einer versicherten Person (z. B. Sohn oder Tochter) vom Kinder- zum Erwachsenentarif ein Versicherungswechsel durch eine Kündigungsmöglichkeit vorgesehen wird.

Die Vorversicherung in der Gesetzlichen Krankenversicherung oder Privaten Krankenversicherung sollten Sie erst dann kündigen, wenn Ihnen eine gültige Annahmeerklärung des neuen Krankenversicherers vorliegt.

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Kündigung durch den Versicherer


Die Versicherer verzichten in der Krankheitskostenvollversicherung (Krankheitskosten, Krankentagegeld, Krankenhaustagegeld) ausdrücklich auf das Recht der ordentlichen Kündigung. Geregelt ist dies in § 178i VVG.

Der Versicherer hat jedoch ein ordentliches Kündigungsrecht, wenn lediglich eine Krankenhaustagegeld-, eine Krankheitskostenteilversicherung oder beides vereinbart ist. Dies gilt auch für eine separate Krankentagegeldversicherung, für die kein Anspruch auf Beitragszuschuss durch den Arbeitgeber besteht. Dann kann er das Versicherungsverhältnis zum Ende eines jeden der ersten drei Versicherungsjahre, frühestens aber zum Ablauf einer vereinbarten Vertragsdauer mit einer Frist von drei Monaten kündigen.

Aus den Tarifbedingungen ist ersichtlich, ob der Versicherer das Recht der ordentlichen Kündigung auf die Krankenhaustagegeldversicherung beschränkt.

In der Krankentagegeldversicherung verzichten viele Versicherer auch auf das ordentliche Kündigungsrecht für die ersten drei Versicherungsjahre, wenn ambulante und stationäre Tarife mitversichert sind.

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Ende des Versicherungsschutzes


Das Versicherungsverhältnis endet mit dem Tod der versicherten Person.

Aber auch beim Tod des Versicherungsnehmers endet der Versicherungsschutz. Die versicherten Personen haben jedoch das Recht, das Versicherungsverhältnis fortzusetzen. Sie müssen dazu innerhalb zweier Monate nach dem Tode des Versicherungsnehmers die Erklärung abgeben und die künftigen Versicherungsnehmer benennen.

Auch wenn der Versicherungsnehmer aus dem Tätigkeitsgebiet des Versicherers wegzieht, endet das Versicherungsverhältnis, es sei denn, dass eine anderweitige Vereinbarung getroffen wird. Desgleichen endet der Vertrag beim Wegzug einer versicherten Person.

Sofern das Versicherungsverhältnis durch Kündigung oder Rücktritt endet, erlischt der Versicherungsschutz auch für schwebende Versicherungsfälle mit der Beendigung des Versicherungsverhältnisses.

Eine vorzeitige Vertragsaufhebung ist ebenfalls möglich. Im Ausnahmefall können Versicherer und Versicherungnehmer den Vertrag vorzeitig, und zwar auch rückwirkend, aufheben oder durch den Ausschluss einzelner Risiken einschränken. Hierzu ist eine schriftliche, einvernehmliche Vereinbarung erforderlich.

Kündigt der Versicherungsnehmer das Versicherungsverhältnis insgesamt oder für einzelne versicherte Personen, so ist die Kündigung nur wirksam, wenn er die versicherten Personen über die Kündigung unterrichtet hat.

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Sonderregelung bei der Krankentagegeldversicherung


In der Krankentagegeldversicherung endet der Versicherungsschutz ausnahmsweise für einen schwebenden Versicherungsfall erst am 30. Tag nach Beendigung des Versicherungsverhältnisses.

Im Übrigen endet das Versicherungsverhältnis hinsichtlich der betroffenen versicherten Person auch mit dem Bezug von Altersrente, spätestens nach Vollendung des 65. Lebensjahres zum Ende des Monats, in dem die Altersgrenze erreicht wird.

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