Chancen

Chancen


Neben dem negativen klassischen Risikobegriff existiert im Investmentbereich noch das wissenschaftlich definierte positive Risiko, das in der Praxis die Chancen abbildet.

Neben den entsprechenden Gegenentwicklungen zu den bereits betrachteten Risiken mit der entsprechenden Gegenwahrscheinlichkeit, existieren noch weitere Chancen, wie auch einigen der negativen Risiken keine direkt zuzuordnenden positiven Gegenrisiken entgegen stehen.

Die betrachteten Chancen stellen solche dar, deren Eintrittswahrscheinlichkeit zumindest gleich hoch mit der Wahrscheinlichkeit des Nicht-Eintretens erscheint.

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Schifffahrt und Güterverkehr


Die Warenströme der Weltwirtschaft werden zunehmend umfangreicher und komplexer. Auch wenn die Prognosen von WTO, Europäischer Union und Wirtschaftsforschungsinstituten Unterschiede aufweisen, so stimmen sie doch hinsichtlich eines Punktes überein, die Warenströme werden wachsen, insbesondere zwischen Asien und Europa sowie Asien und Nordamerika.

Während für Erdöl durch bestehende und neue Pipelines eine ernstzunehmende Konkurrenz zum Schiff existiert, besteht für Stück- und Massengüter kaum eine Alternative. Selbst der kürzere Landweg zwischen Indien, China und Europa bietet aufgrund der Topographie kaum einen rentablen Landtransportweg. Die Eisenbahnrouten durch die GUS Staaten können, neben dem Problem mangelnder politischer Stabilität, allein von den Kapazitäten keinen ernsthaften Einfluss bedeuten. LKW-Verkehr oder Lufttransport sind zwar flexibler, jedoch auch deutlich teurer als der Transport per Schiff.

Die Binnenschifffahrt über die Ströme Asiens, Osteuropas und der Seen kann aufgrund geringerer Geschwindigkeiten, Schiffsgrößen und der geringen Anzahl von Kanälen ebenfalls keinen Massentransportweg bieten.

Die Hochseeschifffahrt bietet somit weiterhin den einzig kostengünstigen Transportweg im Interkontinentalhandel. Diese Entwicklung wurde längst erkannt und Kapazitäten gesteigert.

Ein Überausbau der Kapazitäten ist zwar möglich, jedoch aktuell unwahrscheinlich. Die Schifffahrt, insbesondere die Containerschifffahrt bietet noch ein starkes Wachstumspotenzial für die nächsten Jahre. Die WTO erwartet eine Steigerung des Anteils des Seetransportes am, auch insgesamt steigenden, Weltgüterverkehr.

Die Chancen für den einzelnen Anleger bei einer Schiffsbeteiligung bestehen in einer Stärkung des Marktes und einer relativen Sicherheit der Beschäftigung der Schiffe. Letztlich bedeutet eine gleich bleibende Rendite bei sinkendem Risiko somit auch eine positive Entwicklung.

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Währungsentwicklung


Zu dem behandelten Währungsrisiko besteht entsprechend auch die Chance einer für die einzelne Beteiligung positiven Entwicklung. Eine günstige Entwicklung kann sich auch in einer geringeren Währungsvolatilität ergeben, ein weniger schwankendes Euro/Dollar-Verhältnis bedeutet auch bessere Planbarkeit des währungsbereinigten Cashflows.

Zu den Chancen der Währungsentwicklung gehört auch das Markttiming bei der Rückführung von US-Dollar in Euro. Im Falle des Yen bieten sich noch Chancen von der japanischen Null-Zins-Politik zu profitieren; deren Ende scheint nach den jüngsten Aussagen des japanischen Notenbankchefs für die nahe Zukunft zu erwarten.

Unerwartete Ereignisse können jede dieser Prognosen negieren, wie es die Tsunamikatastrophe für die indische Rupie gezeigt hat.

Eine positive Einwirkung der Währungsentwicklung auf die Renditesituation der einzelnen Schiffsbeteiligung erscheint ebenso wahrscheinlich wie eine negative, wenn man sich auf den Euro-Dollar-Markt beschränkt, was für die überwältigende Mehrzahl der Beteiligungen ausreicht.

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Kosteneffizienz


Bei den Kosten des Schiffsbetriebs ergibt sich ebenso eine Gegenchance zum Risiko. Bei den einmaligen Anfangskosten besteht dabei kaum eine Aussicht auf geringe Kosten, bei den laufenden jedoch sehr wohl. Ein auslösender Faktor für geringere Kosten kann dabei die vorgenannte Währungsentwicklung sein.

Bedeutender wäre jedoch ein kosteneffizienterer Schiffsbetrieb. Die höhere Kosteneffizienz könnte sich dabei sowohl bei der Verwaltung und Vercharterung als auch bei den laufen Kosten der Schiffes selbst ergeben. Insbesondere die hohen Anteile der Wartungs- und Dockungskosten könnten bei einem Absinken einen merklichen Renditeeinfluss haben. Kürzere Dockaufenthalte und damit unproduktive Tage lassen sich teilweise schon heute realisieren, insbesondere schwedische Werften versuchen durch schnellere Abfertigung der Schiffe den Lohnkostennachteil zur koreanischen Konkurrenz auszugleichen.

Auch das Timing von Dockaufenthalten in einer temporären Schwäche der Charterraten bietet Chancen im Falle eines weitsichtigen Managements.

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Wandel des Marktes


Der Wandel im Markt der geschlossenen Fonds insgesamt zeigte sich, durch die Steuergesetzgebung im Zuge des Versuchs der Ausrottung reiner Steuersparmodelle begünstigt, in den letzten Jahren hin zur Renditeorientierung. Die pauschale Gewinnermittlung nach der Tonnagesteuer eröffnet dabei weiterhin für Anleger mit hohem Steuersatz eine bemerkenswerte Nach-Steuer-Rendite. Zusätzlich eröffnet die Renditeorientierung auch Anlegern, für die nicht die Steueroptimierung im Blickpunkt steht, den Weg in das Segment der Schiffsbeteiligungen.

Eine zunehmend auf den Weg hin zu mehr Transparenz strebende Gesetzgebung, zuletzt die seit 01. Juli 2005 in Kraft getretenen Mindeststandards für geschlossene Fonds bieten vermehrte Möglichkeiten zur Beurteilung des Risiko-Rendite-Verhältnis.

Ein besseres Verständnis der teilweise noch, für den nicht wirtschaftlich Vorgebildeten Anleger, kaum zu verstehenden Prospekte könnte dem Marktsegment der Schiffsbeteiligungen auch eine höhere Akzeptanz und Beliebtheit bei Anlegern sichern. Darüber hinaus könnte sich auch mehr Interesse an Schiffsbeteiligungen ergeben, was den Zweitmarkt ebenfalls stärken sollte.

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