Die Struktur

Die Struktur


Eine Schiffsbeteiligung umfasst ein komplexes Geflecht aus Beteiligten, deren Beiträge unterschiedliche Auswirkungen auf den Erfolg des Schiffsbetriebes haben. Da der Großteil der Schiffbeteiligungen in Form von Kommanditanteilen besteht entspricht die dargestellte Struktur auch dieser typischen Form.

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Die Werft


Der häufig in Prospekten und Zeitungsartikeln bemühte Satz, der Gewinn liegt im Einkauf beinhaltet im Bezug auf Schiffsbeteiligungen bereits den ersten entscheidenden Punkt. Vor allem während eines Hochs der Charterraten ist es besonders bedeutsam ob den Baukosten auch bei sinkenden Charterraten und Gebrauchtpreisen noch entsprechende Erträge gegenüberstehen. Neben den Baukosten sind hier die Faktoren Termintreue bei der Fertigstellung und die Qualität des Schiffes wichtige Ausgangspunkte.

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Der Charterer


Sofern ein fester Chartervertrag vereinbart wurde, ist der Charterer von zentraler Bedeutung für die Einnahmenseite einer Schiffsbeteiligung. Dabei sind die frühere Nachverhandlungspraxis bei Charterratentiefs und die Bonität, mit ihrem Einfluss auf Fremdfinanzierung und Kostenseite, bedeutsam.

Das Schiff kann allerdings auch einzeln verchartert werden, zusätzlich besteht die Möglichkeit zur Risikominderung durch einen Poolvertrag. Besteht kein Zeitchartervertrag steigt die Bedeutung der Reederei.

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Die Reederei


Die Reederei ist für den Einsatz des Schiffes zuständig, die kaufmännische und technische Betreuung, die Absicherung von Währungsrisiken und die Vercharterung. Dazu gehört auch die Einhaltung der geplanten Betriebskosten des Schiffes.

Bei Schiffen die am Spotmarkt verchartert werden, kommt der Reederei auch die Verantwortung für die tatsächliche Beschäftigung und Auslastung des Schiffes zu. Die Stärke und Verlässlichkeit der Reederei sind dabei ausschlaggebend.

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Der Mittelverwender


Die Aufgabe des Mittelverwenders ist es zu überwachen, dass die Regelungen des Mittelverwendungsvertrages eingehalten werden. Üblicherweise handelt es sich um Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die diese Stellung bei einer Vielzahl von Schiffbeteiligungen und ähnlichen Modellen übernehmen.

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Der Treuhänder


Die Treuhandgesellschaft übernimmt die Verwaltung der Beteiligungen, zumeist als Kommanditanteil, stille Beteiligungen werden ähnlich verwaltet. Des Weiteren soll der Treuhänder die Interessenwahrung der Anleger übernehmen und diese über die Entwicklungen von Gesellschaft und Anteil informieren.

Zusätzlich organisiert die Treuhandgesellschaft die Wahl des Beirates und andere Abstimmungen, beispielsweise der Gesellschafterversammlung. Die Bildung eines Beirates ist bei den meisten Schiffsbeteiligungsangeboten üblich, nur wenige verpflichten sich zur Aufstellung.

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Das Emissionshaus


Abschließend ist das Emissionshaus von zentraler Bedeutung, es ist der Anbieter der Beteiligungen am Kapitalmarkt mit Verantwortung für die Platzierung und den Prospekt. Die Verlässlichkeit und Vergangenheitszahlen des Emissionshauses sind für den Investor bedeutsam, da nur mit zusätzlichen Informationen eingeschätzt werden kann wie vorsichtig die Prognosen im Emissionsprospekt sind.

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Der Emissionsprospekt


Der Prospekt stellt die Hauptinformationsquelle für interessierte Anleger dar.

Im Emissionsprospekt müssen die Risiken ausführlich erläutert sein, dies wird auf unterschiedlich verständliche Art umgesetzt. Einige Prospekte enthalten dabei detaillierte Informationen mit Begriffserklärungen und Chancen- Risiken- Tabellen. Andererseits finden sich auch Prospekte in denen die Beschreibung der Risiken in schwer verständlicher Form erfolgt, oder so formuliert ist, dass dem Leser suggeriert wird diese würden nur allgemein, aber weniger im beschriebenen Angebot bestehen.

Ab 01.07.2005 müssen die Prospekte zu geschlossenen Fonds vom Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigt werden» Die gesichteten Prospekte wurden allesamt bereits vor diesem Datum aufgestellt und veröffentlicht, enthalten aber teilweise Hinweise auf diese Änderung.

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Die Vergangenheitsdaten


Einige Emissionshäuser geben zum Pflege ihres Ansehens so genannte Leistungsbilanzen oder Jahresinformationen heraus. Diese liefern teilweise mehr Informationen über die Schiffe als die Erreichung der Prognosezahlen.

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Das Platzierungsrisiko


Das Platzierungsrisiko besteht in vielen Fällen nicht mehr, da der Großteil der Emissionshäuser eine Platzierungsgarantie gibt. Der tatsächliche Wert dieser Sicherheit bedingt eine ausreichende Bonität des Garantiegebers, in manchen Fällen besteht eine Absicherung dieser Garantie durch eine Versicherungsbürgschaft.

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