Sind Sie wirklich ausreichend versichert?

Wer die Arbeitskraft verliert, dem droht die Armut


Der Arbeitskraftverlust ist ein großes Risiko und bedroht die Existenz des Arbeitnehmers und seiner Familie, die er ernährt. Trotzdem wird diese Gefahr von vielen nicht wahrgenommen, obwohl nach statistischen Angaben jeder vierte Arbeitnehmer wegen gesundheitlichen Problemen vor dem Ruhestand aus der Arbeitstelle ausscheidet. In Zahlen sind das ca. 300.000 Arbeitnehmer pro Jahr.

Das Durchschnittsalter für den Bezug der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente ist bei Männern 50 Jahre und bei Frauen 49 Jahre. Somit sind nicht nur ältere Mitmenschen von diesem Risiko betroffen. Laut Statistik sind zehn Prozent aller Betroffenen noch keine 40 Jahre alt.

Fehlt dann eine Vorsorge, sind die Folgen für die Betroffenen kritisch:

  • Arbeitskraftverlust Sie können ihren Beruf nicht mehr so wie gewohnt oder gar nicht mehr ausüben.
  • Einkommenseinbußen Das Einkommen verringert sich oder fällt nach einer gewissen Zeit ganz weg. Der Lebensstandard
       ist nicht mehr aufrechterhalten. Die Folgen beginnen bei wirtschaftlicher Not und enden beim sozialen
       Abstieg.
  • Selbstständige und Hausfrauen Für Selbstständige und vor allem für Hausfrauen ist die Situation noch bedrohlicher. Häufig
       existieren hier keine gesetzlichen Ansprüche.
  • Freiberufler Auch Freiberufler bleiben nicht verschont, selbst wenn sie Mitglieder in berufsständischen
       Versorgungswerken sind. In der Regel gibt es erst bei einer 100 %-igen Berufsunfähigkeit eine
       Leistung.

Die gesetzliche Absicherung reicht hier alleine nicht aus. Jeder Arbeitnehmer muss eigenständig für diesen Fall vorsorgen und eine ausreichende Absicherung bereitstellen, um seinen Lebensstandard zu halten. Nach Verbraucherschützern und Medien ist die Berufsunfähigkeitsversicherung eine der wichtigsten privaten Versicherungen und es wird dringend geraten eine solche Vorsorge zu treffen.

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Es kann grundsätzlich jeden treffen


Das Risiko, berufs- oder erwerbsunfähig zu werden, ist statistisch betrachtet höher als vermutet. Die meisten sind sich über die Höhe der Versorgungslücken, die im Fall einer Erwerbsunfähigkeit oder Berufsunfähigkeit entstehen, gar nicht bewusst.

Über die gesetzliche Rentenversicherung haben zwar alle Arbeitnehmer einen Invaliditätsschutz, aber und da sind sich alle Experten einig, dieser reicht bei Weitem nicht aus. Selbst bei Bezug einer vollen Erwerbsminderungsrente ersetzt diese bei einem gut verdienenden Angestellten gerade einmal einen Bruchteil des Bruttogehalts.

Die in der Vergangenheit sehr beliebten und häufig abgeschlossenen Unfallversicherungen nutzen wenig, denn Unfälle sind nur zu 10 % die Ursache für Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit. Zu 90 % sind es Krankheiten, die für ein frühes Ausscheiden aus der Arbeitsstelle sorgen.

Wurde in der Vergangenheit eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, ist die dort versicherte Monatsrente für den Versicherungsfall in den meisten Fällen viel zu niedrig. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung sind im Durchschnitt nur rund 400,- EUR, bei der selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung sind durchschnittlich um die 800,- EUR, als monatliche Rente abgesichert.

Fazit: Große Teile der Bevölkerung sind im Fall einer Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit kaum oder nur unzureichend abgesichert. Im Ernstfall bleibt oftmals nur noch die Sozialhilfe.

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